KULTUR IN TIEFURT
Ein Dorf legt sich ins Zeug

Sommertheater 2018

Die Veranstalter hatten das bereits dreizehnte Sommertheater unter das Motto „Ländliches Glück – Zauber an der Ilm“ gestellt und einen Teil der Veranstaltungen auf die Mühleninsel verlegt. Das war - wie sich dann zeigte -sehr vorausschauend. Denn mit der gewohnten Spielstätte, dem Lindenrondell im Park, gab es Probleme. Die lange Trockenheit hatte dort den uralten Bäumen so zugesetzt, dass die Hausherrin, die Klassik-Stiftung Weimar, die Sicherheit der Besucher vor herabstürzenden Ästen nicht gewährleistet sah. Die Veranstaltungen absagen? Unmöglich! So wurden nicht nur - wie geplant - die Aufführungen der Fischerin, sondern alle auf die (private) Tiefurter Mühleninsel verlegt. (Die Bäume haben  es  dort wegen des höheren Grundwassers leichter, wurden aber durch Baumkletterer noch sicherer gemacht.) Obwohl aus der Not getroffen, war es eine gute Wahl. Die meisten Gäste fanden den neuen, intimen Spielort noch ansprechender als das Lindenrondell.

Insgesamt fanden zwischen dem 20. Juli und 26. August fünfzehn Freiluft-Abendveranstaltungen und fünf Kindertheater-Vorstellungen statt. Wie im Vorjahr gab es Georg Philipp Telemanns amüsante Oper Pimpinone. Auch das Lyric Opera Studio Weimar (LOSW, Leitung Damon Nestor Ploumis) erfreute wieder sein großes Stammpublikum an vier Abenden mit seinen jungen, schönen Stimmen. Diesmal stand jedoch keine der bekannten Mozart-Opern wie Zauberflöte oder Don Giovanni im Zentrum, sondern Die Fledermaus, die turbulente Operette von Johann Strauß Sohn.

Doch halt! Auch die Zauberflöte erklang wieder, aber diesmal ganz anders. Christiane Weidringer hat aus Mozarts Oper ein Puppenspiel gemacht: Die Zauberflöte – Sternstunde einer Souffleuse. Regie führte Harald Richter. Wer von ihr  zum Beispiel 2015/2016 Wenn die Götter Schatten werfen (Die Geburt der Minerva) gesehen hatte, kam mit großer Vorfreude – und ging danach erneut begeistert nach Hause.

Das Sommertheater endete mit vier Aufführungen des Wasser-Lustspiels Die Fischerin (Text: Goethe, Musik: Corona Schröter). Es war zuletzt 2015 im Park gespielt worden. Durch den Umzug auf die Mühleninsel konnte die Fischerfamilie ihr Boot jetzt wieder echt zu Wasser lassen; den Zuschauern und Akteuren machte es sichtlich Spaß.

 

Programm-Flyer (Übersicht)
FlyerSoTi2018_aussen.pdf (5.29MB)
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Programm-Flyer (zum Inhalt)
FlyerSoTi2018innen.pdf (5.2MB)
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Die Planer: Harald Richter und Katrin Wolff